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Rundverfügung
des Landeskirchenamtes

vom 26. Juni 2000

(Az.: 121 – 9 Nr. 13445)

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Neuordnung des Spendenrechts/der Zuwendungsbestätigungen

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Wirkung zum 1.1.2000 ist das Spendenrecht durch Änderung der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) neu geregelt worden.
Aus dieser Neuordnung ist folgendes festzuhalten:
Der Begriff „Spenden“ ist durch den Begriff „Zuwendungen“ ersetzt worden.
Wie bisher können Zuwendungen für
kirchliche
religiöse
mildtätige
als besonders förderungswürdig anerkannte
und
wissenschaftliche
Zwecke von einer Kirchengemeinde angenommen und bestätigt werden.
Der Katalog der als besonders „förderungswürdig anerkannten Zwecke“ (früher Anlage 7 zu den Einkommensteuer-Richtlinien, neu: Anlage 1 zu § 48 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung) ist neu geordnet und ergänzt worden.
Das Verfahren zur Bestätigung der Zuwendung ist stark formalisiert worden.
Die Zuwendungsbestätigungen müssen dem verbindlichen amtlichen Muster entsprechen.
Es ist davon auszugehen, dass die Finanzämter sehr genau die Übereinstimmung der Bestätigung mit dem amtlichen Muster prüfen werden.
In der Zuwendungsbestätigung muss angegeben werden, ob es sich um eine Geldzuwendung oder um eine Sachzuwendung handelt.
Bei der Bestätigung von Sachzuwendungen ist unter „Betrag der Zuwendung“ der „Wert der Zuwendung“ zum Zeitpunkt der Zuwendung zu verstehen.
Nähere Angaben hierzu entnehmen Sie bitte der Broschüre „Spendenrecht in der Praxis der Kirchengemeinden und Kirchenbezirke“, das alle Kirchengemeinden von uns 1997 erhalten haben.
In der Zuwendungsbestätigung muss unterschieden werden, ob die Zuwendung durch den Empfänger unmittelbar oder durch einen Dritten verwendet wird.
Erhält die Kirchengemeinde Zuwendungen für eigene Zwecke, hat sie dies in der Bestätigung zu vermerken.
Soll die Zuwendung an andere Einrichtungen, Werke etc. weitergeleitet werden, so muss dies unter Angabe des entsprechenden Freistellungsbescheides des Empfängers vermerkt werden.
Von besonderer Bedeutung ist, das die auf den Mustern angedruckten „Hinweise“ unbedingt mit in die Zuwendungsbestätigungen aufgenommen werden.
Das Landeskirchenamt hat eine „Muster-Zuwendungsbestätigung“ entworfen, die dem amtlichen Muster entspricht. Vom Finanzamt in Detmold wurde dieses nach Prüfung so bestätigt.
Die kursiv ausgefüllten Stellen müssen entsprechend konkretisiert werden.
Das Bundesministerium hatte erlaubt, noch bis zum 30.06.2000 die nach dem bisherigen Muster erstellten Spendenbescheinigungen zu verwenden. Ab dem 01.07.2000 werden nur noch die neuen „Zuwendungsbestätigungen“ anerkannt.
Sollten Sie noch weitergehende Fragen hierzu haben, wenden Sie sich bitte an die Unterzeichnende (Tel. 05231/976 744).
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Unterschrift
Anlagen
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Anlage 1

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Anlage 2

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